März 2019

Vom 26. Februar bis 14. März 2019 war ich mit Frau Walter und ihrem Sohn Sebastian in Tansania, um die Patenkinder der Kinderhilfe Kilimanjaro zu besuchen und insbesondere auch um mein Patenkind Emanuel kennenzulernen. Wir hatten nicht nur Geschenke für die Kinder, Kugelschreiber und Süßigkeiten im Gepäck, sondern auch zwei Reisetaschen voller Verbandsmaterialien, Einmalhandschuhe, Mundschutz, OP-Hemden und OP-Hosen, Pflaster, Desinfektionsmittel und vieles mehr. Auf unserem Programm stand nämlich auch der Besuch zweier Krankenhäuser.

Das Wetter meinte es sehr gut mit uns. Wir hatten durchgängig Sonnenschein mit Temperaturen zwischen 35 und 37 °C. Es war den ganzen Tag Schwitzen angesagt. Aber auch die Moskitos liebten uns und haben uns sehr zerstochen.

Als erstes haben wir dann ein Hospital besucht. Wir wurden sehr freundlich empfangen. Nachdem wir Schutzkleidung übergezogen haben, wurde uns das gesamte Krankenhaus und vor allem die OP-Räume gezeigt. Hier zeigte sich, wie hoch der Standard doch in  Deutschland ist und in keinster Weise mit Tansania zu vergleichen ist. Es war schon sehr ergreifend zu sehen, wie die Ärzte und Schwestern sich über die mitgebrachten Sachen gefreut haben, insbesondere über den Mundschutz. Denn dieser ist in Tansania schlecht bis kaum zu bekommen.

OP Saal in Ngare Nairobi
Dieses Baby wurde vor einem Tag
per Kaiserschnitt entbunden.

Ein Highlight war auch der Besuch eines Massai-Mädchens, die in diesem Krankenhaus entbunden hat, weil die Geburt ohne ärztliche Hilfe nicht funktioniert hätte.

Um den Unterricht der Moshi Airport School nicht zu stören, wo die meisten Patenkinder sind, sind wir am 2. Tag nachmittags dorthin gegangen. Die Schule liegt nicht weit entfernt von dem Generalat, wo wir untergebracht waren. Es war eine helle Freude, die Kinder zu sehen, zu fotografieren und mit ihnen small talk zu halten. Da aber einige Kinder „nur“ Tages- und keine Internatsschüler sind, haben wir die Schule 2 Tage später noch einmal vormittags besucht, weil diese Schüler logischerweise nachmittags nach Hause gehen. Es war schon sehr emotional für mich, jetzt endlich Emanuel kennenzulernen, der auch zu den Tagesschülern gehört. Er ist ein hübscher Junge, der sich über den von mir mitgebrachten Fußball und einen mit seinem Namen eingravierten Kugelschreiber riesig gefreut hat.  Man kann diese Gefühle einfach nicht richtig in Worte fassen.

Schüler der Moshi Airport School

Nachmittags haben wir dann noch die Bendel Memorial Secondary School besucht. Hier haben wir zwar keine Patenkinder, aber es ist erstaunlich zu sehen, wie die Schule wächst. Es ist dort alles sehr gepflegt, sowohl die Schule als auch das Gelände.

Joyland Girls Secondary School in Same

Dann stand die Joyland Girls Secondary School in Same auf dem Programm. Auch dort hatten wir ein Geschenk für das Patenkind im Gepäck. Danach wurde der Kilasara Secondary School in Sabuco ein Besuch abgestattet. Hier sind zwei Jungs, die Paten haben. Dann ging es zu einer staatlichen Schule, wo die Zwillinge Jackeline und Jackson sowie Mary untergebracht sind. Baracka hoffte erneut auf ein Geschenk und er wurde nicht enttäuscht. Zwei Mädchen kamen ins Generalat und haben dort Briefe an ihre Paten geschrieben.

Patenkind Melkisedeki

Wir haben es geschafft, alle Patenkinder zu fotografieren. Solange der mitgebrachte Fotodrucker funktionierte, haben die Schüler auch ein paar Worte auf das ausgedruckte Bild für Ihre Paten geschrieben.

Es war tröstlich zu sehen, dass es allen Kindern gut geht, sie gesund sind und sich in der Schule gut entwickeln.

Eine mit vielen neuen Erfahrungen und wundervollen Eindrücken behaftete Reise geht zu Ende.